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Pius-/Pfarrfest 2019

Joachim Fey: Spannende Ausblicke aufs Piusfest „2060“
Schmunzelnde Ausblicke und klare Realität
Dass man beim Piusfest in Sayn an den Märtyrer im sogenannten Piuschor in der Abtei Sayn denkt und einem von Fürstin Leonilla gespendeten Altar und einem damit verbundenen Fest, ist heute sicher nicht mehr oft in Erinnerung. Aber das „Piusfest“ wird als Pfarrfest gerne noch gefeiert in Sayn. Und so gab es auch in diesem Jahr einen besonderen Festgottesdienst in der alt-ehrwürdigen Abteikirche in Sayn, zelebriert von Pfarrer Joachim Fey, musikalisch hervorragend umrahmt vom Kirchenchor „St. Marien“ Sayn und der Medardus-Kantorei Bendorf. In seiner Predigt zeichnete Pfarrer Fey schmunzelnd und mit manchem Lacher aus dem Kirchenschiff begleitet einen Blick auf ein mögliches „Piusfest 2060“. „Es ist ‚gut besucht‘, etwa hundert Besucher sind in der Kirche, sie bringen ihre Stühle selbst mit, weil die Kirchenbänke vom Holzwurm zerfressen sind. Eine Bank ist unter der Last ‚gewichtiger Sääner‘ zusammengebrochen, Chronist Dietrich Schabow hat die Namen penibel genau dokumentiert. Im Jahre 2059 wurde endlich die neue Mehrzweckhalle in Sayn gebaut, die so dringend benötigt wurde. Der „Spetzjesgucker‘ ist inzwischen farbig, dem bisherigen Karnevalisten hat man ein Denkmal ‚An den drei Kanonen‘ erbaut. Die Messe wird muslimisch begleitet, es gibt eine gemeinsame Karnevalsgesellschaft aller Stadtteile und zum Pfarrfest – dass abwechselnd mit Festen am Deutschen Eck und in Kobern-Gondorf gefeiert wird – spendet Stromberg einige Bio-Ziegen, der Fürst aus Sayn zwei Wildschweine“. Humorvoll treibt es Pfarrer Fey auf die Spitze und hält den Kirchgängern den Narrenspiegel vor, der sogar in Teilen Realität werden könnte. Und er endete in den wahren Worten „Wir werden immer mehr an unseren Taten, als an unseren Worten gemessen!“. Der Musikverein Sayn sorgte für einen außerordentlich beschwingten Vormittag. Hervorragend! Auch die Kindertagesstätte „St. Elisabeth“ brachte sich mit einer Bildausstellung „Glauben und Leben verbinden“ mit ein. Das Gesangs-Duo Jonas und Harald Becker unterhielten am Nachmittag bei zauberhaftem Wetter musikalisch. Zwischenzeitlich waren auch Führungen durch die Abteikirche möglich, die Besichtigung des Reliquienschreines des Heiligen Simon und es wurde Kinderschminken angeboten, neben den kulinarischen Angebot. Ein rundum gelungenes Fest, dass auch in Zukunft für Tradition stehen muss.
Text: Peter Siebenmorgen


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