Wissenswertes über den Förderkreis Abtei Sayn e.V.

Am 19. November 2006 begann der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Landrat Albert Berg-Winters, seine Ansprache beim Festakt zum 25. Gründungstag mit folgenden Worten: "'Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen, sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat', so heißt es in der Offenbarung des Johannes, und weiter: 'Seht die Wohnung Gottes unter den Menschen!' Ein Abbild des Himmels sollte das Haus Gottes unter den Menschen sein, eine Ahnung geben von dem, was die Menschen im Himmel erwartet. So wollten die Prämonstratenser auch in Sayn ihre neue, 1202 geweihte Abteikirche verstanden wissen, als sie auch die gesamte Außenwand mit einem Schmuckanstrich versahen, von dem heute nur noch die farbige Ausmalung der Blendarkaden-Galerie erhalten ist."

Ein Jahr nachdem Pater Madauß Pfarrer von Sayn geworden war, begann auf sein Betreiben hin mit der Renovierung der einzigartigen Außenmalereien an der Nordseite eine grundlegende Renovierung der Kirche und der erhalten gebliebenen Gebäude der Abtei. Das Land Rheinland-Pfalz sorgte als Patronatsherr der letzten Patronatspfarrei im Bistums Trier dafür, dass das Mauerwerk, die Dächer, die Fußböden und die für den Gottesdienst erforderliche Einrichtung in den heutigen hervorragenden Zustand versetzt wurden. Als Folge der Säkularisierung der Abtei zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist das Land verpflichtet, die Baulast zu tragen.

Die Abtei Sayn wäre deshalb in ihrem Baubestand erhalten worden, aber der Patron ist nicht verpflichtet, das zu finanzieren, was das Besondere dieses Hauses ausmacht, was seiner Ausschmückung dient. Als die Restauratorin Gisela Schreyögg feststellte, dass das Grabmal des Ehepaars Stein, der Vorfahren des großen Staatsreformers Friedrich Freiherrn vom und zum Stein, unbedingt von seinen unschönen 5 Farbschichten befreit werden und gefestigt werden müsse, war guter Rat teuer. Hier war die Pfarrgemeinde gefordert, die aber die notwendigen Mittel nicht aufbringen konnte. So wurde die Restaurierung des Grabmals 1982 die erste große Maßnahme des am 19.11.1981 gegründeten Förderkreises Abtei Sayn.

Der erste Vorstand ...

1. Vorsitzender: Heinz Korbach, Regierungspräsident
2. Vorsitzende: Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn
Geschäftsführerin: Elli Sprindt
Schatzmeister: Gerd Saxer, 1. Beigeordneter der Stadt Bendorf

Beisitzer:
Irene Goss, MdL
Lambert Mohr, MdL
Dr. Hans-Bruno Marx
Hajo Stuhlträger
Werner Weiland 

... hatte noch nicht viel Geld zu verteilen, aber die erfolgreiche Maßnahme
gab dem jungen Verein schnell Auftrieb. 1982 flossen an Beiträgen 5 226
DM in die Kasse; 1990 waren es bereits 21 808 DM. Durch Zuwendungen aus
Spenden und Bußgeldern kamen bis 1990 76 000 DM hinzu.

Wege zur Finanzierung von Maßnahmen:
- Mitgliedsbeiträge
- Spenden
- Bußgelder
- Fahrten
- Chor- und Orgelkonzerte
- Benefizkonzerte an anderen Orten
- Tombolen während des Piusfestes
- Verkauf von Kunstdrucken mit Motiven der Abtei und Kunstgussplaketten
- Weinproben
- Adventsfeiern
- Kunstausstellungen (Benefiz-Kunstauktionen) 1994, 1995 und 2001
- Verkauf von Abteibüchern sowie von Schnäpsen und Likören

Vorsitzende:
Heinz Korbach Regierungspräsident 1981 - 1989
Dr. Theo Zwanziger Regierungspräsident 1989 - 1991
Rudolf Schwan Landrat 1991 - 1997
Albert Berg-Winters Landrat 1997 - 2009
Dr. Alexander Saftig Landrat seit 09.11.2009

Mitgliederzahlen:
1989: 415
2010: 428

Der Förderkreis Abtei Sayn e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, vielseitige Beiträge zur Erhaltung der romanischen Abtei Sayn und der Baudenkmäler in ihrem Umfeld zu leisten. Seit Bestehen wurden Mitgliedsbeiträge und Spendengelder in die besondere historische Kulturlandschaft von Sayn investiert.

Der Förderkreis der Abtei Sayn e.V. feierte sein 25jähriges Jubiläum am 19.November 2006.

Gleichzeitig fand die feierliche Eröffnung des Elisabethjahres, anlässlich des 800. Geburtstages der Heiligen Elisabeth von Thüringen statt. Wegen der Armreliquie des Heiligen, der in der Schlosskapelle behalten wird, wird der Platz besonders mit den Plätzen verbunden, in denen Elisabeth aktiv war.


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