Maßnahmen 2011-heute

2011:
Förderkreis pflegt das Erbe aus der Abtei Sayn
Die Prämonstratenserabtei  Sayn wurde 1803 im Rahmen der Politik  Napoleons aufgehoben und dem Fürsten Friedrich August von Nassau zugewiesen. Dieser nahm die Ländereien und Höfe in Besitz, die die wirtschaftliche  Grundlage der Abtei bildeten. Auch fast alle Einrichtungsgegenstände, u.a. die wertvolle Bibliothek, wurden mitgenommen. Einige wenige Bücher blieben in Sayn zurück. Sie werden nach und nach mit Mitteln des Förderkreises Abtei Sayn restauriert. Als Beispiel wird hier ein Lektionar für den Messritus des Prämonstratenserordens aus dem Jahre 1735 vorgestellt. Es trägt den Eigentumsvermerk der Abtei und den Hinweis, dass es nach der Aufhebung des Klosters von Pater Hermann Joseph Schmalenbach in der Schlosskapelle des Grafen von Boos verwendet wurde. Der Pater, 1771 in Sayn geboren, übernahm nach der Auflösung der Abtei 1803 dort die Stelle des Hauskaplans.  Er starb 1830. Eine Marmortafel im Chorraum der Abteikirche erinnert an ihn als den letzten Priester der Abtei Sayn.

Die Abbildungen zeigen das Buch vor und nach der Restaurierung, die durch die aus Bendorf stammende Restauratorin Barbara Hardy erfolgte.

Eigentumsvermerk Kapelle des Grafen von Boos in Gebrauch von Pater H. J. Schmalenbach

2012
Die Restaurierung des eisernen Kreuzes und dessen Wiederanbringung auf der Westfassade war eine wesentliche Maßnahme des Förderkreises im Jahr 2012. Darüber hinaus wurde wieder Bücher des Archivs restauriert.

2013
Die Unterstützung der Pfarrei bei der Renovierung des Pfarrheimes war die aufwändigste Maßnahme des Förderkreises.
Die Restaurierung alter Meßgewänder, die Finanzierung der Herstellung neuer Meßgewänder jeweils durch die Schönstätter Marienschwestern in Vallendar. Auch der Einbau eines neuen Paramentenschrankes in der Sakristei der Abtei wurde in 2013 finanziert.
Eine Vielzahl sakraler Holzfiguren aus verschiedenen Jahrhunderten, die zum Teil als wurmstichig erkannt wurden, mussten einer Spezialbehandlung unterzogen werden.

2014
Vor der Fronleichnamprozession ließ der Förderkreis den Baldachin in der Paramentstickerei der Schönstätter Marienschwestern wieder aufarbeiten.
Der Koblenzer Restaurator Thomas Hardy restaurierte 5 alte Kerzenständer für den Chorraum der Abteikirche.
Schwerpunkt der Maßnahmen des Förderkreises in diesem Jahr bildete die Wiederinstandsetzung der Marienkapelle im Schloßpark. Hier wurden zweckgebundene Spenden und Einnahmen aus den Harvard Krokodiloes-Konzerten für die Renovierung des Daches, des Anstriches und der Restaurierung der neugotischen Pieta eingesetzt.

2015
Die Restaurierung des Simonssschreins aus der Zeit um 1220 als Aufbewahrungsort der Reliquie des Arms des heiligen Apostels Simons wird zur Zeit noch bis ins Jahr 2016 umfangreich umgesetzt. Der Förderkreis beteiligt sich gemeinsam mit der Denkmalpflege des Bistums Trier und der Pfarrgemeinde an den Kosten.

Zur Fertigstellung der Außenrenovierung der Abteikirche Ende 2015 finanziert der Förderkreis die Aufstellung einer Keramikmadonna an der Nordfassade der Kirche auf dem Podest der Keramikmadonna von 1737, die im Pfarrhaus ausgestellt ist. Die "neue" Keramikmadonna aus den 60er Jahre, hergestellt von den Geschwistern Degen aus Höhr-Grenzhausen, stand bis zum November 2015 in der Heilig-Kreuz-Kirche in Koblenz-Ehrenbreitstein.

2016

Die Arkaden des Kreuzganges haben noch mehr an Anziehungskraft gewonnen, seit die „Donnerstagsmänner“ sie mit Blumen schmücken und für deren regelmäßige Pflege sorgen. Für die Pflanzen der Blumenkästen und der Beete sowie für die Garten- und Handwerksgeräte kommt der Förderkreis Abtei Sayn auf.

Die Neueinfassung der Beete im Innenhof des Kreuzganges mit einer neuen kleinen Hecke wurde im Jahr 2016 ebenso umgesetzt, wie die Renovierung des Holzes der Ruhebänke dort und im Kreuzgang sowie deren Neuanstrich.

Der Förderkreis Abtei Sayn unterstützte die Pfarrgemeinde auch bei der Vorverlegung des Altares aus dem Chorraum der Kirche in den Bereich der Vierung. Notwendig wurde hier eine neues Podest sowie die Neuausrichtung der Beleuchtung auf den Altar.

Ende August 2016 konnte auch die Rückkehr des Simonsschreins nach der Fertigstellung der Restaurierung an seinen angestammten Platz in der Abteikirche gefeiert werden. Die sehr gelungene Restaurierung erforderte einen nicht geringen finanziellen Einsatz des Förderkreises Abtei Sayn.


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