Hachenburg

Freunde und Mitglieder des Förderkreises der Abtei Sayn trafen sich zur ersten Fahrt in diesem Jahr am 3. Mai 2017 am Sayner Schloss. Hachenburg und das bekannte Zisterzienserkloster Marienstatt standen auf dem Tagesprogramm.
Mit einem kurzen Gebet für einen schönen Tag und eine gesunde Heimkehr führte die Fahrt bei trockenem und warmem Wetter durchs Sayntal und über die Westerwaldhöhen. Als Einstimmung auf das Ziel informierte Dietrich Schabow über die Grafengeschlechter Sayn, Sayn-Hachenburg und Sayn-Altenkirchen und deren Stellung zu Bendorf und Sayn.
Erstes Tagesziel war das Landschaftsmuseum Westerwald. Das Museumsdorf zeigt typische Bauern- und Handwerkerhäuser des gesamten Westerwaldes. In den fachgerecht wiedererrichteten Fachwerkhäusern sind Wohn- und Wirtschaftsräume, Stallungen und Scheunen, Werk- und Arbeitsräume unserer Vorfahren detailgenau und mit der ursprünglichen Ausstattung zu besichtigen. Ebenso ist ein präpariertes Exemplar eines „Wäller Rindes“, einer inzwischen ausgestorbenen Rinderrasse, ausgestellt.
Ein kurzer Spaziergang führte danach durch den Schlosspark und am Sayn-Hachenburgischen Schloss vorbei in die schön renovierte Altstadt von Hachenburg.
Cafés und Restaurants luden zu einer stärkenden Mittagspause ein. Gegen 15 Uhr traf man sich, inzwischen bei leichtem Nieselregen, wieder auf dem Marktplatz beim Brunnen mit dem Sayner Löwen, um den nahegelegenen Vogtshof, neben dem Historischen Rathaus, aufzusuchen. In einem Bildervortrag wurde hier die Geschichte Hachenburgs, die bereits in frühkarolingischer Zeit begann, erklärt. So wurde an der Stelle des heutigen, im 17. Jahrhundert entstandenen Schlosses, von den Grafen Heinrich II. und Heinrich III. von Sayn um 1200 eine Burg erbaut, von den Grafen, die auch in Sayn die Burg errichtet und die Abtei gestiftet haben. Die ursprünglich von Hecken umgebene Siedlung (Hachinberg,später Hachenburg) wurde mit der Verleihung der Stadtrechte Anfang des 14. Jahrhunderts bald zur Residenz und zum Verwaltungssitz der Grafschaft Sayn-Hachenburg.
Nach dem Besuch des Alten Marktes, der von der ehemaligen Franziskanerkirche und liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern umgeben ist, traf man sich beim Bus, um die Fahrt zum Kloster Marienstatt fortzusetzen. Der Besuch der Vesper, des lateinischen Abendgebetes der Zisterziensermönche, bildete einen ganz besonderen Abschluss des Tages. In der Klostergaststätte stärkte man sich anschließend mit einem kräftigen Abendessen für die Heimfahrt, die planmäßig um 21 Uhr am Schloss in Sayn endete


Seitenanfang des Textes