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Nikolaus von Kues und das St.-Nikolaus-Hospital

Mit dem Förderkreis Abtei Sayn e.V. nach Bernkastel-Kues

28.09.2016  Ein Besuch des Geburtsortes von Nikolaus von Kues und des St.-Nikolaus-Hospitals waren Ziel der letzten Tagestour des Förderkreises der Abtei Sayn in diesem Jahr. Im ausgebuchten Reisebus ging die Fahrt am Mittwoch, dem 28. September 2016, über die Eifelhöhen bis Cochem ins Moseltal und von dort an den durch ihre Weine und Weinlagen bekannten Moselorten vorbei, in Richtung Bernkastel-Kues. Erstes Ziel war das St.-Nikolaus-Hospital, eine Stiftung des großen Sohnes der Stadt, das noch heute als Alten- und Pflegeheim entsprechend der Stiftungsurkunde geführt wird. In Vortrag und Führung durch die wichtigen Räume des Hauses, wie Kapelle, Bibliothek und Kreuzgang, konnten die Teilnehmer nicht nur Kunst und Literatur des 15. Jahrhunderts bewundern, sondern erfuhren auch Details aus dem Leben des Theologen, Philosophen und Universalgelehrten Nicolaus Cusanus. Im Jahre 1401 in Kues geboren, schrieb er sich bereits im Alter von 15 Jahren an der Universität in Heidelberg ein, studierte in Padua und Köln und promovierte 1423 zum Doktor des kanonischen Rechts. Als päpstlicher Gesandter nahm er an deutschen Reichs- und Fürstentagen, sowie am Konzil in Basel teil und als Bischof und Kardinal wurde er Generalvikar des Papstes. Im August 1464 verstarb Nikolaus auf einer Reise in Umbrien und wurde in Rom beigesetzt. Auf eigenen Wunsch hin wurde sein Herz in der Kapelle des Hospitals in Kues bestattet.

Nach diesem interessanten und lehrreichen Vormittag stand die Zeit zum individuellen Besuch Bernkastels zur Verfügung. Nachmittags führte die Reise zum ehemaligen Zisterzienserkloster Machern, einem beliebten und schönen Ausflugsziel in der Nähe von Kues. In einem kurzweiligen Vortrag wurde von der Geschichte des Klosters berichtet und die Ikonenausstellungen erläutert, die in den Räumen des Museums gezeigt wird.

Vom Gartenrestaurant und der Parkanlage aus hatte man ausgezeichnete Sicht auf die Großbaustelle der Hochmoselbrücke, einen Teil des Hochmoselübergangs. Nach Fertigstellung dieses Bauwerks, das größer als die Winninger Brücke und höher als der Kölner Dom sein wird, werden hier wichtige Verkehrswege von Eifel und Hunsrück schneller miteinander verbunden.

Gegen Ende dieses schönen Tages freute sich jeder auf den traditionellen Reiseabschluss in einem gemütlichen Restaurant. Die „Eifeler Seehütte“, etwas abseits der Reiseroute in Rieden am See gelegen, hatte für jeden Geschmack Leckeres zu bieten. Etwas später als geplant, traf die Reisegruppe um 21 Uhr wieder in Bendorf und Sayn ein und viele Teilnehmer erkundigten sich bei der Verabschiedung schon nach den Zielen im nächsten Jahr.


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