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Schloss Augustusburg in Brühl

03.09.2014

Ein besonders großer Reisebus fuhr am Mittwoch, den 3. September 2014
vollbesetzt von Schloss zu Schloss – nämlich von Sayn nach Brühl.
Mitglieder und Freunde des Förderkreises der Abtei Sayn besuchten das berühmte Schloss Augustusburg. Die Eifel und die Felder am Rande des Vorgebirges zeigten bereits erste herbstliche Eindrücke, reife Obst-  und abgeerntete Gemüsefelder.
Am Ziel angekommen erreichte die Gruppe über die Promenade den Ehrenhof, wie der dreiseitig umschlossene Empfangshof barocker Schlösser genannt wird. Nach kurzer Wartezeit wurde in zwei Gruppenführungen die Geschichte, die Gebäude und die Ausstattung des Schlosses erklärt. So wurde hier im Auftrag des Kölner Erzbischofs, Kurfürst Clemens August aus dem Hause Wittelsbach und Namensgeber des Schlosses, auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg ein dreiflügeliges Gebäude erstellt, das durch den berühmten Baumeister François de Cuvilliés im damals modernen Rokokostil ausgestaltet wurde. Wappen und Bilder des Bauherren Clemens August zeigen in den verschieden Räumen seine unterschiedlichen Ämter und Aufgaben.
Besondere Aufmerksamkeit und Bewunderung erregte das von Balthasar Neumann gestaltete
Treppenhaus, das nach außen hin offen, für die hohen Gäste zum Empfang bereitstand.
Spätestens auf der Treppe stehend wurde der Blick nach oben zur Decke, zum Himmel gezogen.
Die reiche und verspielte Rokoko-Ausstattung, die durch die perspektivische Malerei
wirkende Deckenmalerei und die Anordnung der Bau- und Treppenelemente riefen sicherlich
nicht nur bei den Reiseteilnehmern sondern auch bei den Staatsgästen und Aristokraten
des 18. Jahrhunderts Staunen und Bewunderung hervor. Die besichtigten Räume mit prachtvoller
Ausstattung dienten während der Regentschaft des Kurfürsten allerdings nur als Sommerresidenz.

Nach der Schlossführung wurde die Zeit individuell für eigene Erkundungen genutzt. Trotz des mäßigen Wetters besuchten einige Teilnehmer die Parkanlagen und das Jagdschloss Falkenlust. Auf dem Weg zur Innenstadt Brühl kam man am „Geheimen Garten“ und an der Orangerie vorbei, die zur ehemaligen Schlosskirche führt. Diese ursprüngliche Franziskanerkirche „Maria von den Engeln“ ist ebenfalls prachtvoll von Balthasar Neumann im spätbarocken Stil ausgestattet und gilt als eine der schönsten Barockkirchen in NRW.

Bei diesen Eindrücken war natürlich eine körperliche Stärkung notwendig geworden und so wurde nach pünktlicher Abfahrt das nächste Ziel, nämlich das Brauhaus der Vulkanbrauerei Mendig ins Auge gefasst, das die Erwartung in eine deftige Mahlzeit voll erfüllte. Gesättigt an Leib und Geist traf die Reisegruppe dann wie geplant wieder beim Schloss in Sayn ein.


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