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03.06. - 07.06.2013

Erlebnisreiche Tage in Baden-Baden und Straßburg
Auf großer Fahrt in den Schwarzwald und in das Elsass

Der Petrus muss ein Sayner sein! Wie sonst ist es zu erklären, dass sich das Wetter von Anfang bis Ende unserer Reise von seiner besten Seite zeigte?
Nach einer problemlosen Fahrt erreichten wir  -40 Mitglieder und Freunde des Förderkreises-  zur Mittagszeit die im Südosten von Baden-Baden im Tal der Oos gelegene Zisterzienserinnen-Abtei Lichtenthal. Hier wurde uns im Gästehaus eine leckere Gemüsesuppe gereicht. Bei der anschließenden Führung durch die Fürstenkapelle und das Museum des 1245 von Markgräfin Irmengard von Baden gegründeten Klosters erfuhren wir zahlreiche Details zu dessen wechselvoller Geschichte. Die meisten der um den Klosterhof befindlichen Gebäude stammen aus dem 18. Jhdt. Wie viele Klöster bietet Lichtenthal für Gäste die Möglichkeit, in Kursen und Gesprächen ihren Glauben zu vertiefen und Lebenshilfe zu erfahren. Auch befindet sich heute die Grundschule des gleichnamigen Baden-Badener Stadtteils in der Abtei.
In zwei Gruppen starteten wir am nächsten Tag mit einer ausführlichen Führung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Baden-Baden. Nicht weit vom Hotel befindet sich der Alte Bahnhof mit dem weltbekannten Festspielhaus, in dem regelmäßig bekannte Stars der klassischen Musik auftreten. In der Mitte des 19. Jhdts. erbauten Trinkhalle hat heute die Tourist-Info ihren Sitz. Die zum Kurpark offene Wandelhalle wird von 16 korinthischen Säulen gestützt. Auf der Rückwand sind 14 Wandbilder zu bewundern, die Szenen aus Sagen der Region darstellen.
Nur wenige Schritte sind es dann zum Kurhaus mit dem angeschlossenen Casino, dessen prachtvoll ausgestatteten Räume wir besichtigen konnten. Da nur wenige von unserer Gruppe je eine Spielbank besucht hatten, war es ein besonderes Erlebnis, auch wenn kein Spielbetrieb herrschte. Unsere Gästeführerin weihte uns zur Freude aller noch in die Grundzüge des Roulette-Spiels ein.
Weiter ging es zur Lichtentaler Allee, einer der Prachtstraßen von Baden-Baden, die sich über 2 km durch einen herrlich angelegten Park bis zum am Vortag besuchten Kloster zieht. Im 19. Jhdt. war sie die Promenade der berühmten Besucher der mondänen Kurstadt.
Durch die Fußgängerzone mit vielen teuren Läden führte uns der Weg durch die Altstadt auf den Florentinerberg zur Stiftskirche Liebfrauen. Als abschließenden Höhepunkt konnten wir ein eigens für uns arrangiertes und von Hausorganist Uwe Serr auf der Silbermann-Orgel dargebrachtes Konzert genießen, u.a. auch die weltberühmte Toccata und Fuge d-moll von Johann Sebastian Bach.
Mit der Merkurbergbahn erreichten wir am nächsten Morgen den gleichnamigen Baden-Badener Hausberg. Von dort bot sich ein großartiger Blick über die Stadt und große Teile des Nordschwarzwalds bis hin zum Rhein. Vorbei an der Caracalla-Therme fuhren wir nach Gernsbach im Murgtal und von dort über die Schwarzenbachtalsperre und das Bühlertal zurück zum Hotel.
Der ganztägige Besuch von Straßburg stand am vierten Reisetag an. Nach einer Rundfahrt durch die modernen Stadtviertel ging es per pedes durch die Altstadt zum Liebfrauenmünster. Die von Ende des 12. bis Mitte des 15. Jhdts. errichtete Kathedrale zählt zu den bedeutendsten europäischen Kirchenbauten und ist aus rosa Vogesensandstein gebaut. Von 1674 bis 1874 war das Gotteshaus mit seinem 142 Meter hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit. Nach der Führung durch das Münster fuhren wir mit einem Restaurantschiff zwei Stunden über die durch die Altstadt und vorbei an den europäischen Institutionen führenden Wasserstraßen. Danach konnte jeder auf eigene Faust die romantischen Winkel der elsässischen Hauptstadt erkunden.
Am Freitagmorgen hieß es Abschied nehmen von Baden-Baden. Auf der Rückfahrt legten wir einen Stopp in Schwetzingen ein. Dort besichtigten wir das bekannte Barockschloss und Teile der riesigen Gartenanlage. Bei einer Führung durch die Wohn- und Arbeitsräume der als Sommerresidenz genutzten Anlage erfuhren wir manche Anekdote über das Leben und Wirken der pfälzischen Kurfürstenfamilien. Nach dem Genuss eines schmackhaften Spargelgerichtes wurde die letzte Etappe unter die Busräder genommen. Eine harmonische und erlebnisreiche Fahrt ging damit zu Ende.


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