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30.10.2008

Besuch bei Beate Heinen und fachkundige Führung durch Andernach

Auf einer Spruchkarte ist ein kleiner Junge zu sehen, der unter einem Regenschirm sitzt und fröhlich den Regentropfen zusieht. „Man kann sich den ganzen Tag ärgern, aber man ist dazu nicht verpflichtet", lautet der Text dazu. Dieses Motiv stand am Anfang der Erfolgsgeschichte der Künstlerin Beate Heinen, die in Malerei, Grafik, plastischem Gestalten und Kunstglaserei ausgebildet ist. Es könnte noch heute mit seinem Ausdruck von Realismus und Vertrauen Motto ihres Arbeitens sein. Beate Heinen empfing eine Besuchergruppe des Förderkreises Abtei Sayn in ihrem Atelier in Wassenach und stellte in einer Gesprächsrunde Stationen ihres Lebens und Beispiele aus ihrem Werk vor. Die Gäste waren gefesselt und beeindruckt.
Von Wassenach ging es nach Andernach, wo Dr. Klaus Schäfer, der Direktor des Museums und Stadtarchivar, durch das Zentrum der 2000 Jahre alten Stadt führte. An einem Stadtmodell im Museum erkannten die Besucher, dass Andernach vom Hochmittelalter bis zum 19. Jahrhundert nicht über die Stadtmauern hinausging und sich wenig veränderte. Ähnlich wie in Sayn dehnte sich danach der besiedelte Bereich um ein Vielfaches aus. Und gerade jetzt wird die Geschichte wieder lebendig, da nach dem kürzlich erfolgten Abriss des riesigen Malzsilos nicht nur das Stadtbild schöner geworden ist, sondern auch Spuren früherer Besiedlung, u.a. die Kaimauer des römischen Hafens, freigelegt wurden. Nur wenige Minuten fährt man von Bendorf nach Andernach, aber wie wenig kennen wir diese so interessante, alte Stadt. Der Ausblick vom Kranenberg, wo in einem Restaurant der gesellige Abschluss stattfand, unterstrich noch einmal, wie lohnend es ist, die Nachbarschaft kennen zu lernen.


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