Der Ort SAYN

Sayn ist neben Bendorf, Mülhofen und Stromberg Stadtteil der Stadtgemeinde Bendorf. Diese liegt 8 km nördlich von Koblenz im Neuwieder Becken, an der Mündung des Saynbaches in den Rhein. Sayn und Mülhofen wurden 1928, Stromberg 1974 eingemeindet.

Das Stadtgebiet liegt größtenteils auf dem Beckenboden, Stromberg auf der Hauptterrasse. Der älteste Bereich von Sayn im engen Tal des Brexbaches wird von den ca. 100m hohen Ausläufern des Westerwaldes eingerahmt und von der Stammburg der Grafen von Sayn überragt. Im Schlosspark mündet der Brexbach in den Saynbach. Die Abtei Sayn liegt taleinwärts am Ausgang des Ortes, außerhalb des ehemals von einer Mauer umgebenen Ortsbereichs, am Ufer der Brex.

Siedlungsspuren finden sich bereits aus Hallstatt- und  Là-Tène-Zeit. Im 1. Jh. n. Chr. entstand, über die Höhen führend und das Sayntal überquerend, der Limes (Rekonstruktion eines Wachtturms auf dem Pulverberg).

1152 trugen die Sayner Grafen Burg und Ort Sayn dem Erzbischof von Trier zu Lehen auf. 1606 wurden sie auf Grund dieses Lehensvertrages von Kurtrier eingenommen. Sayn gehört ununterbrochen zum Bistum Trier.

Die Ortschaft Sayn liegt günstig zu den großen Verkehrsadern der Region und ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts Ziel touristischer Aktivitäten. Der Ort ist seit dem 18. Jh. industriell geprägt. Die Gießhalle der Sayner Hütte, ein Industriedenkmal von nationaler Bedeutung, gibt Zeugnis von der früheren Eisen schaffenden und verarbeitenden Industrie.


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